Das geplante 240-Liter Brackwasserbecken ist mittlerweile doch ein Endlerguppy-Becken geworden:
Es ist beeindruckend wie ruhig ein so großer Schwarm Guppys sein kann – die Weibchen sehen nicht durch die Männchen gestresst aus. (Gibt es bei kleineren Schwärmen mehr Aufdringlichkeiten durch die Männchen? Und wenn warum?)
Die Guppys sowie das Schwertträgerpärchen, die Krallenfrösche, Welse, Krebse und Garnelen vertragen sich gut untereinander.
Sauber bekommen haben wir die Scheiben des Becken übrigens über einem sogenannten “Nano-Scheibenreiniger” von HanseAquaristik, den wir unter anderem beim Gewinnspiel von Crusta gewonnen hatten. Reinigen tut er ganz hervorragend. Ohne Bedenken haben wir ihn auch im Aquarium verwendet, da es auf der Seite von HanseAquaristik heißt:
Bedenkenlos anwendbar, da keine Chemie an das Aquarienwasser abgegeben wird. Es ist die ähnliche Funktionsweise, wie wir sie in zwischen von der Mikrofaser her kennen.
[...]
Wobei jedoch kein Abrieb vom Schwamm im Aquarium festzustellen ist.
Wenn ich mir den Schwamm aber im Nachhinein so angucke, denke ich, irgendwo muss der Abrieb ja aber doch hingegangen sein, oder?
Und da die Schwämme aus Melamin bestehen (jepp, das Zeug aus dem Milchpulverskandal), werde ich sie glaube ich nicht mehr im gefüllten Aquarium verwenden. Allerdings nur aus Unwissenheit und Zweifel – ich würde mich sehr freuen, wenn mir da jemand noch genauere Informationen geben kann. (Ausfälle durch Benutzung von den Schwämmen wurden jedenfalls weder bei uns noch bei anderen festgestellt.)
Großartig reinigen tun die Schwämme aber in jedem Fall – um leere Aquarien oder Außenscheiben zu reinigen, würde ich sie mir sofort wieder besorgen.
Lena hat sich am Wochenende daran gemacht, unser 240 Liter Becken wasserlinsenfrei zu bekommen (zwei Stunden lang – während sie geistig Unterricht geplant hat).
Heute haben wir immer noch sechs Wasserlinsen gefunden. Trotz Abspülen der Pflanzen und der Gerätschaft scheinen sie sich irgendwo noch vereinzelt zu verstecken…
Immerhin freuen sich die Schnecken darüber:
Wurden Wasserlinsen nicht irgendwo als Göttin der Fruchtbarkeit verehrt?
Außer dass mein Bruder sie damals getrocknet und für die Grünflächen seines Modellbau verwendet hat, fallen mir wenig Verwendungszwecke für sie ein. Hat jemand ein Rezept für Wasserlinsensuppe?
Zur Feier des einjähriges Jubiläums und der über 100.000 Besucher ihres Wirbellosenblogs Crusta veranstaltete Kerstin mit vielen freundlichen Sponsoren und ganz schönem Aufwand ein Gewinnspiel mit 35 Aufgaben, die es zu lösen galt.
An welcher Garnelenart (deutscher Name) sollte man beim Vorbeifahren auf jeden Fall das Tempolimit beachten, wenn man vom Gesetzgeber kein Foto von sich zugestellt bekommen möchte.
Sollte jemand durch diese Fragestellung überhitzt sein, kann er sich ja etwas Frischluft zufächern.
Naja, jedenfalls freuen wir uns alle mit und ohne Scheren, dass hier heute ein Paket voller Preise ankam!
Die Krebse müssen noch unter sich austragen, wer als erster an die Mais- und Erbsenflocken, sowie Apfel-, Karotten-, Wiesengras- und Brennnesselpellets darf. (Was bin ich auch gemein, das Futter nicht ordentlich zu verteilen, sondern nur vorne an der Scheibe zu füttern – Lena staunte wieviel Krebse wir haben! )
Vielen Dank (auch, bzw. insbesondere von den Krebsen) für all das gute Futter!
Nachdem Frank mit einer Schildkröte, die er am See gefunden hat, bei uns im Institut ankam, hab ich doch kurz überlegt, ob wir sie nicht zu den Guppys setzen können…
Der Zoo wollte sie wohl nicht haben, das Tierheim sagte wohl aber, dass sie sie ohne Probleme vermitteln können.
Da ist man sechs Tage auf einer Sommerschule und prompt wird es richtig warm, so dass leider drei erwachsene Krebse irgendwie aus dem Mörtelkübel geklettert sind. (Ab jetzt geht’s nur noch weg, wenn alles wirklich ausbruchssicher mit Netzen überspannt ist – egal wie lange es vorher gut gegangen ist…) Ich hab’ ein schlechtes Gewissen und könnte heulen, aber wenigstens geht es dem Orconectes Nachwuchs gut:
Der Mutterkrebs war gar kein zweites Mal aus dem Aufzuchtsbecken entbüchst. Er hatte sich nur sehr, sehr gut in einem Schneckenhaus versteckt – viel tiefer und zurückgezogener, als ich es bisher von ihnen kannte.
Ich hatte ihn nämlich erst nicht gefunden beim Durchsuchen des Mörtelkübels – da musste ich sogar nochmal schauen, ob nicht diese Exuvie mal ein Krebs war:
Doch dann hat die Krebsmutter sich ja angefunden. Ob und wieviele Jungkrebse sie trägt, weiß ich jedoch nicht.
Meine kleinen Krebslein sind nun sichtbar größer geworden:
Zwei halten sich gut am Aufzuchtsbecken fest, der kleine Krebs vorne links jedoch nicht:
Auch trägt er recht viel “Schmodder” an sich. Geht es ihm nicht gut oder hat er sich gerade erst gehäutet? Wieso hält er sich bloß nie wie die anderen beiden fest?
Durch Hilfe von Chris im Forum und dem Paper “Brood Care in Freshwater Crayfish and Relationship With the Offspring’s Sensory Deficiencies” von Vogt und Tolley im Journal of Morphology aus der Uni (262:566-582, 2004) kann ich die Entwicklungsphasen nun sehr viel besser einordnen.
Bisher haben die kleinen Krebse noch keine Uropoden (dabei handelt es sich um das letzte Hinterleibsbeinpaar bei höheren Krebsen – siehe auch Wikipedia Decapod anatomy). Diese bekommen sie erst nach der zweiten Häutung – erst dann trennen sie sich von der Mutter und nehmen Nahrung auf.
Hoffentlich geht’s allen dreien gut und wo ist bloß das Weibchen im Mörtelkübel? Ob wohl Junge im Kübel durchkommen, wenn ich das Weibchen nicht noch herausfange?
Vor zwei Tagen guckten mich die Eier schon an. Das Herz (oder was da so pocht?) schlug diesmal auch ganz gleichmäßig.
Gestern habe ich das zweite eiertragende Weibchen in einem Wellhornschneckenhaus gefunden und wieder in einen Aufzuchtsbehälter gesetzt. Dabei sind ihr leider nochmal zwei Eier abgefallen. Sie hatte weniger Eier – wieviel weiß ich nicht, da ich sie ansonsten so wenig wie möglich stören wollte.
Naja, ganz so schlimm ist das Abfallen der beiden Eier wohl nicht, denn als ich heute die insgesamt vier abgefallenen Eier mir näher angeschaut habe, war eins schon keins mehr. (Das andere neue Ei klebt am Netz des Aufzuchtsbehälters fest, weshalb ich es lieber in Ruhe lasse und nicht weiß, wie der kleine Krebs darin aussieht.)
Niedlich, oder? – Und gab’s bei Godzilla nicht mal ein Monster, das so ähnlich aussah?