Nach dem Winter wollte ich wissen, ob die Orconectes nana alles (wie das Eis auf dem Mörtelkübel) gut überstanden haben.


Nachdem der erste Krebs sich gleich etwas wehrte (er guckt richtig böse, oder? Und nein, das tut wirklich nicht weh), ließen sich die restlichen Krebse problemlos fangen und gleich der zweite hatte eine Überraschung für uns:

Dieses Weibchen hatte sich nicht verbuddelt und saß ganz ruhig auf dem Boden.

Das zweite Weibchen mit Eiern war der letzte Krebs, den ich fand und der erst nach Umgraben des Bodengrundes auftauchte.

Leider hat ein Weibchen zwei Eier abgeworfen. Ich habe diese beiden Eier mal in eine Schale überführt – gibt es eine Chance, dass die sich auch getrennt von ihrer Mutter entwickeln?
Hier noch die restlichen 5 Männchen und die 2 (noch) nicht tragenden Weibchen (klicken zum Vergrößern):
Und nun? Ein Weibchen zurück in den Mörtelkübel und eins in einen 10 Liter-Eimer, um die Entwicklung der Eier mitverfolgen zu können?
Bin ich jetzt damit der erste, bei dem diese Krebse Eier bekommen haben?
Tags: Aquaristik, Krebse
Nachtrag: Ja, dem umgedrehten Männchen geht es gut – das hatte sich gerade mit zwei anderen Krebsen gekabbelt (ist ja auch sehr eng dadrin) und beim Wegschwimmen auf dem Rücken gelandet. (Das ist übrigens das Männchen, was mich in die Hand gezwickt hat.) Fünf Sekunden später hatte es sich schon wieder umgedreht.
Ja, ich wollte auch schon fragen, ob denen das gar nichts ausmacht, so relativ eng mit so vielen in einem Gefäß zu sitzen… also kabbeln, aber nichts Ernsteres…? Ich drücke die Daumen, dass alles gut geht mit den Kleinen bis zur “Geburt” !!! Wie die wohl “zusammengeklebt” sind bei der Mama? Und die 2 einzelnen Eier, hoffentlich haben die auch Chancen! Bau einen Brutkasten mit Lüftung! Das wird ja spannend, wann und wenn es soweit ist mit den Babys…
Moin,
herzlichen Glueckwunsch, da wir bisher nicht nachgeschaut haben bist du wohl der erste von dem ich weis. Dann bin ich ja mal gespannt! Hmm jetzt ist nur die frage auch schauen oder lieber in Ruhe lassen… Doofe Kuebel, dass man da immer so wenig ueberblick hat.
Noch ein kurzer Nachtrag zum Mörtelkübel, in dem die Krebse den Winter verbracht haben [...]
[...] Kornel hat seine Orconectes nana den Winter über in einem Mörtelkübel auf dem Balkon gehalten. Als er schauen wollte, ob die Tiere alles gut überstanden haben, staunte er nicht schlecht, zwei Weibchen tragen Eier! [...]
Hola Kornel
Ja, die Eier haben eine gewisse Chance, wenn Du sie ordentlich belüftest. Also am besten in ein schmales Glas mit frischem Wasser und einen Sprudler rein. Wasser sollte man wohl regelmäßig wechseln, damit sie nicht verpilzen. Verpilzte Eier sofort rausnehmen.
‘ne schöne Jrooß, BEASTIE
Hi,
die beiden Weibchen sitzen nun in Aufzuchtbecken im Mörtelkübel. Die drei abgefallenen Eier (ja, nun sind es drei) befinden sich in einen Netzablaichkasten, den ich direkt vor die Ausströmöffnung eines Filter gehängt habe. Nach etwas probieren werden nun die Eier nicht in eine Ecke getrieben, sondern bleiben (hoffentlich gut umspült) in der Mitte liegen. Drei Erlenzapfen schwimmen auch im Becken zur Pilzprävention. Mal schauen. Den Weibchen geht es gut und sie tragen noch ihre Eier. Das zweite Weibchen, von dem ich übrigens gar kein Bild habe (oben ist nur das erste zu sehen), hat nur ein gutes Drittel der Eier des ersten Weibchens – diese sehen aber wie alle anderen gesund und dunkel aus.)
@Irmtraut: Womit genau die Mutter die Eier an ihren Pleopoden festklebt, weiß ich leider auch nicht.
Dank an alle mit guten Tipps!
Viel Erfolg! Generell kann es tatsächlich klappen, ist in der Wissenschaft gängig und uns mit einem Garnelenei mal gelungen…
Ciao, Ollie/BEASTIE
Die Eier an den Weibchen sehen sehr gut aus, jedoch ist in den zwei Tagen, in denen ich jetzt weg war, ein Ei komplett verpilzt. An einem zeigen sich leider auch schon winzige Fäden unterm Binokular. Bloß das dritte sieht noch gut aus.
Ein Bild sieht man hier:
http://www.kornels-welt.de/blog/pictures/aquaristik/Orconectes_Eier_1.jpg
Und nun schnell weg mit den Pilzen vom unangefallenen dritten Ei.
[...] den kleinen Eiern der Orconectes erkennt man mittlerweile mehr Strukturen, als ich mit der Kamera festzuhalten vermag. Auch bewegt [...]