Computer scavenger

In der Informatik Oldenburg hatten wir eine Kiste Computerschrott mit dem Schild “Zurücklegen verboten!” aus der ich manche funktionierende Hardware und manchen Schrott mitgenommen habe.

Die Naturwissenschaften in Hannover haben scheinbar gestern auch ordenlich ausgemistet:

Computerschrott

Da ich noch das SDRAM-ICQ-Gesuch eines Bekannten im Kopf hatte (auch eine sinnvolle Nutzung der Away-Message),

Suche SDRAM

ich meinen SDRAM aber nicht wiederfinde, wollte ich in den ausgemusterten Computern nach Arbeitsspeicher schauen. Leider war dies das einzige was vorher konsequent schon entfernt worden war. Zwei 6,4 Gigabyte-Festplatten für Hauke und ein CD-Brenner sowie ein Diskettenlaufwerk für mich selbst habe ich noch abgegriffen.

Dabei musste ich an die von Stefan bei seiner Sperrmüllentsorgung wunderbar beschreibe Analogie von mit Kreuzschraubenziehern bewaffneten Aasfressern und den toten Computern denken.

Bloß hatte bei uns das Treiben um den Container ein jähes Ende mit dem Einsetzen eines Regenschauers.

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2 Antworten zu “Computer scavenger”

  1. Schmooke sagt:
    Mozilla Firefox 2.0.0.12 Ubuntu Linux

    *jubelfreu* Festplatten für Hauke!

  2. Kornel sagt:
    Mozilla Firefox 3.0.13 Ubuntu Linux

    Bevor der Post von Stefan ganz verschwindet, archiviere ich ihn hier nun mal:

    Städtische Müllentsorgung
    13. August 2007

    Da mein Vermieter für heute morgen Sperrmüll angemeldet hatte, bot sich mal wieder ein gutes Beispiel, um das urbane “Ökosystem” zu erforschen. Ein Haufen Sperrmüll in der Stadt besitzt eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Kadaver irgendwo in freier Wildbahn: Von größeren Aasfressern bis hin zu fleischfressenden Insekten und schliesslich Mikroorganismen nimmt sich jeder, was er gebrauchen kann, bis nur noch Knochen und Fell übrig sind, mit denen niemand was anfangen kann (die aber auch irgendwann später verschwinden).

    Um bei dieser Analogie zu bleiben: Alte Möbel und ein paar andere Kleinigkeiten aus einem aufgelösten Hausstand werden an die Strasse gestellt. Zuerst verschwinden Dinge, die noch gut zu gebrauchen sind wie z.B. eine alte Waschmaschine oder eine Kommode, sogar Kleiderbügel finden noch Verwendung. Als nächstes kann man sich darauf verlassen, daß alles – wirklich alles – verschwindet, was einen nennenswerten Anteil an Metall besitzt (Metall -> Schrott -> Bargeld). Wenn dann noch etwas Zeit ist, wird irgendjemand vorbei kommen, der alles mitnimmt, was aus (echtem) Holz ist (Holz -> Brennstoff -> spart Heizkosten bzw. den Kauf von Brennholz).

    Hier endet allerdings die Analogie zur Natur, denn wenn in freier Wildbahn ein Tier verendet, wird es kaum passieren, daß irgendwelche Krähen oder Ratten kommen und zu den übrig gelassenen Knochen noch weiteren Müll dazu werfen. Beim Sperrmüll ist es anders, denn trotz der ganzen verschwundenen Sachen ist der Müllberg bis heute morgen noch um 50% größer geworden – Pressspan, geleimtes Holz und alte Polstermöbel haben keine Freunde und keinen finanziellen Wert.

    Der zarte Lärm, der an mein Ohr dringt, kündigt das Erscheinen der Müllabfuhr an. Werde gleich mal nachsehen, ob alles weg ist.

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