Dear LazyWeb,
an der Uni gibt es momentan ein merkwürdiges Nutzungsverhalten des CIP-Pools, wenn größere Simulationen anstehen: Die zu simulierenden Fälle werden aufgeteilt und auf Rechnern des CIP-Pools gestartet. Bei diesen Rechnern (auf denen Windows XP Professional läuft) wird der Bildschirm gesperrt und die Rechner stehen für die Dauer der Simulation den Studenten nicht zur Verfügung.
In Oldenburg würde ich mich per ssh auf einen der vielen Rechner der Arbi einloggen1, per nohup oder screen die Simulation starten und außer dass mein Prozessor etwas Last verursacht, eine Simulation durchführen, ohne dass die Zahl der verwendbaren Rechner sinkt.
Unser Admin zweifelt jedoch daran, dass die Prozessprioritätenvergabe so gut wie unter Unix mit nice/renice läuft und die Studenten nicht stark bei ihrer Arbeit am Computer beeinträchtigt werden, wenn wir im Hintergrund R simulieren lassen. Naja, müsste man halt mal probieren.
Welche Möglichkeiten gibt es für Netzwerkzugriffe bei Windows XP Professional? Ist das Remote Desktop Protocol (RDP) dafür geeignet? Steht es zur Verfügung?
Oder kann/sollte man den OpenSSH SSH daemon von Cygwin nutzen?
Und wie sieht das ganze lizenztechnisch aus? Braucht man/gibt es extra Mehrbenutzer-Lizenzen, um Windows XP Professional gleichzeitig mit mehreren Personen zu benutzen?
In welcher Richtung sollte man nach Lösungen suchen? Ich werde mal lesen und mich wieder an Windows gewöhnen. Hinweise nehme ich gerne entgegen.
1 Ich war überrascht, wieviel eingedeutschte Computerverben sich schon z.B. im Wahrig finden:
ein|log|gen [-l?g?n, engl] refl. 1, EDV: sich durch Anmeldung in ein Computernetzwerk oder das Internet integrieren
Tags: Computer, Linux, Programme, Programmieren, Uni, Windows
Wenn Du die R simulation unter Windows in einem Terminal7Eingabeaufforderung starten kannst, dann kannst Du einen SSH Server nutzen (nur wenn Du klicken musst, geht das natürlich nicht, dann ginge wohl nur RDP)
Wenn Du ein Windows XP mit mehreren Nutzern gleichzeitig nutzen willst, dann brauchst Du, afaik, für jeden Nutzer ne Lizenz, aber da bin ich nicht ganz sicher, die Lizenz Eurer Abteilung könnte das abdecken.
Ein weiterer Weg wäre, sowas wie vmware zu nutzen, um virtualisierte boxen auf den Windozen ans laufen zu bringen: Sie sind Unixe und man ersetzt die Windowsinstallationen nicht. Man kann die dann sogar RAM Beschränken usw, von daher würde ich mir überlegen, ob der Performanceverlust, den Virtualisierung bringt, vielleicht zu vernachlässigen ist. Gerade auch ausgehend davon, dass Du dasselbe VMware (oder wasauchimmer) image auf allen Rechnern laufen lassen kannst.
(Virtualbox [http://www.virtualbox.org/] läuft nahezu überall, ist GPL und würde solche Probleme lösen für Euch, ihr müsstet vielleicht nicht mal die Studenten ausloggen, weil ihr “nen getrennten Rechner” habt.