“Warum kommst du zu mir?”, fragte die Katze die Maus.
“Ich liebe dich doch!”, erwiderte die Maus.
“Ich habe dich auch zum Fressen gern…”, sagte die Katze zur Maus und verschlang sie.
Absolut nix damit zu tun (außer dass es sich auch um keine Fabel handelt), hat die “Kleine Fabel” von Franz Kafka:
“Ach”, sagte die Maus, “die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.” – “Du mußt nur die Laufrichtung ändern”, sagte die Katze und fraß sie.
Im Gegensatz zum ersten Text, der nur ein persönlicher Kommentar zu einer Beziehung und ohne weiteren, allgemeinen Wert ist, mag ich die zweite sehr.