Zirkus-Hilfsprojekte

Lange ist es her, dass ich zum ersten Mal mit einem Zirkus-Hilfsprojekt Kontakt hatte. Damals im Juli 1996 war der Circus Ethiopia für 2 Wochen bei der Oldenburger Carl von Ossietzky Universität, der Zirkusschule Seifenblase und dem Oldenburger Kultursommer zu Besuch.

Die Idee ist zum einen die Kultur durch Zirkusprojekte zu fördern, wobei der Circus Ethiopia wohl anfänglich mehr westlich/europäisch inspiriert war, dann jedoch traditionelle äthiopische Kostüme, Musik und Tanz in die Aufführungen gefunden haben, an denen viele Menschen teilhaben und die weitere Gruppen und Projekte hervorrufen.

Zum anderen wie z.B. auch beim Zirkus Parada in Bukarest gibt es ein Programm, Straßenkindern zu helfen und ihnen Freude und Anerkennung zu schenken, sowie Zusammenarbeit und kreatives Ausleben näher zu bringen. Und selbst wenn sie nicht lange bei dem Projekt bleiben, trägt der erfahrene Unterschied im Selbstwertgefühl auch Geld durch Aufführungen zu verdienen anstatt durch Betteln viel Postives bei. Sie lernen sich selbst durch Zirkuskunst auszudrücken und selbst etwas auf die Beine zu stellen. Ähnlich Projekte gibt es auch hier bei uns – teilweise sogar von Oldenburger Studenten.

Und es gibt sie auch in krieggeplagten Ländern wie Afghanistan: Seit 2002 gibt es nun dort den Mobile Mini Circus for Children (MMCC). Er soll unterhalten und gleichzeitig zur Teilnahme anregen, Spaß machen, aber auch Wissen vermitteln und zum Nachdenken anregen, wie z.B. zu den Themen Malaria, Diarrhö, Landminen und Frieden. Jungen wie Mädchen, gesunde wie behinderte Kinder sind eingeladen mitzumachen.

Ich denke, dass solche Projekte, die auch über die Bedürfnisse des reinen Überlebens hinausgehen, verstärkt unterstützt werden sollten. Auch gerade in Ländern, in denen es auch sonst so viele Bedarf an Hilfe gibt.

Jonglierutensilien

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