Nachdem sich unsere Nachbarin heute morgen lautstark über furchtbares, gelb-blühendes, gefährlich verbreitendes Unkraut beschwert hatte, als ich noch im Bett lag und wovon ich geweckt wurde (jepp, hab’ verschlafen), habe ich nun aus einem nicht minder lautstarken Gespräch mit ihrem Mann beiläufig mitbekommen, dass es wohl um unser Beet geht. Da steht doch tatsächlich Unkraut (aber ein schön gelb blühendes) zwischen unserem blauen Mohn:

Bevor sie uns als Besitzer des Beetes ausfindig macht (zu ihrem Mann: “Weißt du welche Neuen das sind?”) und uns dann nochmal diese Unkraut-Schauergeschichten erzählt, habe ich das bösartige Gewächs mal lieber entfernt.
Allerdings nicht ohne doch nachzudenken, ob man nicht nächstes Jahr ein Beet Gänsedisteln für Salat und gekochtes Gemüse anbauen sollte. Oder Greiskraut – aus bestimmten Arten sollen wohl natürliche, volkstümliche Rattengifte hergestellt worden sein – das kann sie dann doch in guter Hamelner Rattenfängertradition nicht ablehnen…
Für sie aber leider alles nur gefährliches, gelb-blühendes Unkraut…
Nein, sie haben keine Gartenzwerge auf ihrem Rasen, der Golfspieler neidisch werden lässt – wundert mich aber auch.
Aber…aber…etwas so Hübsches kann doch kein Unkraut sein…
Die spinnen, die Hamelenser…
Was ich nicht verstehe was die mit deinem Beet zu tun haben? Kann man/frau nicht das mit seinem Beet machen was man/frau will oder gibts da “löblich gut(s) deutsche Vorschriften”?
Gar nichts. Wie bei so vielen Sachen, wo alte Leute sich gerne einmischen.
Der Garten unseres Hauses grenzt nur an ihren. Die Leute unter uns mussten sich wohl schon häufiger anhören, wie schrecklich ungepflegt der Garten unseres Hauses aussehen würde – das geht ja so nicht.
Bei unseren schönen Blumen hatte sie wohl Angst, dass diese sich irgendwann auch mit ihren bösen Flugsamen in die Nachbargärten ausbreiten.
Aber ich hatte wirklich keine Lust mit ihr über ihre realitätsfremden Unkrautsverbreitungideen zu diskutieren. Das eine gelbe Plänzlein war’s mir nicht wert.
So ist Hameln halt…
Vermutlich hätte ich genaus reagiert, das einen Pfänzlein ist’s den Ärger eigentlich nicht Wert.
Auf der anderen Seite, seh ich das in diesem Punkt aber auch eher binär wie Tante: Mein Garten, meine Sachen, Dein Garten, deine Sachen. Erst recht wenn die meinen sich häufiger in solche Angelegenheiten einzumischen versuchen.
Die Leute sollen sich mal wieder an ein wenig Toleranz gewöhnen, sonst endet das wieder nur in Klagen, wo sich Leute beschweren, das die Kinder so laut sind, wenn sie auf dem Spielplatz spielen.
Eine Bekannte wurde wegen lautem Lachen auf der Straße während der Mittagszeit im nahe gelegenen Bad Pyrmont von einer alten Frau fast bei der Polizei gemeldet…
Naja, wenn man bedenkt, dass die meisten Gerichtsfälle in unserem Land auf der Basis von Nachbarschaftsstreitgkeiten beruhen, sollte man wohl wirklich einfach die arme kleine Pflanze umpflanzen. Ansonsten gibt es bestimmt auch schon Urteile, dass man in seinem Garten kein Unkraut züchten darf oderso. Je nach Wohngebiet kann dir ja sogar die Farbe deiner Dachziegeln oder deiner Klinker bei deinem Hausneubau vorgeschrieben werden von deiner Nachbarschaft!
Das mit dem Dachziegeln kenn ich aus KLF, da war ein ganzes Wohnviertel “geschützt” wodurch es genaue Vorschriften und eine begrenzte Auswahl an möglichen Farben für Dachziegel, Hauswand und mögliche Umbauten galt.
Etwas Denkmal zu schützen ist das eine, sich in “nichtige” Kleinigkeiten von Nachbarn einzumischen ist etwas anderes. Meine Bio Kenntnisse sind nicht die Grössten, aber sofern ich weis gibt es biologisch/botanisch gesehen kein Unkraut.
“Solche” Leute brauche einfach etwas zu tun, vielleicht eine Reha + Physio Therapie nachdem man ihnen des Knie zertrümmert hat ?
Scout, wir probieren eigentlich GUT mit unseren Nachbarn auszukommen!
Aber ja, das ist wie bei vielen alten Leuten wohl einfach das Problem, dass sie zu wenig zu tun haben. (Außer aus dem Fenster zu schauen und die Nachbarn zu beobachten.)
Wir hatten mal auf einer Fete bei Frank eine lange Diskussion, wie man am besten mit ewig nörgelnden alten Nachbarn umgeht (und das sind unsere bisher nichtmal – weitere Vorfälle gab’s bisher noch nicht…). Da ging es um Fahrräder, die nicht vorm Haus abgestellt werden sollten und einen Katzenhasser.
Im ersten Fall ist auf dem Prinzip und dass es die Nachbarin nichts angeht festgehalten worden – totale Eskalation – die alte Dame hat ohne Scherz begonnen die Reifen von denen zu zerstechen.
Im zweiten Fall kam der Betroffene persönlich vorbei, hat sich über alles Mögliche mit dem alten Katzenhasser unterhalten, ihm erklärt, dass sie die Katze nicht einsperren wollen/können, ihm zwei Dosen Paste geschenkt, die Katzen abschrecken soll und welche er an seinen Zaun streichen könne – das würde ja auch gleich gegen all die anderen streunenden Katzen helfen – und vorgeschlagen, mal zu schauen, ob das hilft und ausreicht. Er versteht sich jetzt blendend mit dem Nachbarn. (Manchmal wollen die Leute auch nur etwas Aufmerksamkeit.)
Ich meine damit sicher nicht, dass man alles schlucken sollte, aber wenn die Leute einen nicht einfach nur ärgern wollen, sondern nur auf ihre verquerte Art meinen, tatsächlich ein Recht auf Einmischung zu haben, sollte man überlegen, ob es einen Streit wert ist. Und das ist es bei einem gelben Blümlein nicht.
Dass du, Scout, etwas gereizt auf Nachbarn reagierst, kann ich nach euren dreisten Nachbarn in Oldenburg aber verstehen… Aber unsere Frau von nebenan ist glaube ich gar nicht so schlimm, sondern hat einfach nur Angst vor Unkraut.
Wer ist hier gereizt ? ICH DOCH NICHT !
Nein, das man mit seinen Nachbarn gut auskommen will, gehört sich ja auch. Schließlich wird man sich wohl noch häufiger über den Weg laufen.
Ich war nur sehr irritiert das gerade eben so ein kleines gelbes Blümlein in des Nachbarns Garten, so viel Tohubahu verursachen konnte.
Naja manche scheinen darauf ja sehr allergisch zu reagieren. Ich reagier halt allergisch auf unfähige/s Projektmanager/Management (die nimmt mir aber trotzdem keiner ab
).
p.s.
Das nen ziemlich gut gewordenes Foto gewesen.
[...] er laut vor sich hin. Wir mögen ihn sehr, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass unsere Nachbarn, die sich eigentlich von allem gestört fühlen, das toll finden (im übrigen hängen quer über den Teich auch so viele Plastikbänder, damit die [...]
[...] mögen kein Unkraut. Aber immerhin könnte es sein, dass durch ihre überall auffälligen Unkrautbekämpfungsmaßnahmen [...]
[...] im Ernst, das Schlimmste, was ich aus den nun fast vier Jahren finden kann, ist der nicht ernst gemeinte Kommentar von Scout, in dem er – würde man ihn Ernst nehmen – Gewalt als eine Lösung darstellt: [...]